Matchbericht vom 5.11.2017

 

Dieser verregnete Sonntag war perfekt um unsere Heimrunde auszutragen.

Wir besammelten uns um 7:30 Uhr. Aufgrund von Überanstrengung im Militär konnte sich einer unserer Helfer nicht vom Bett erheben und war leider erst um 9:30 in der Halle. Zum Wohle aller anwesenden Helfer entschloss dieser sich Gipfeli zu bringen. Einen Dank nochmals an den Spender. Des Weiteren möchten wir uns bei allen Helfern sowie Freundinnen, Bekannten oder Verwandten unseren Vereinsmitgliedern bedanken, welche für den UHCGU im Einsatz standen oder einen Kuchen gebacken haben. Merci!

1.Spiel gegen Känerkinden

Nach dem bisherigen Erfolg waren wir alle hungrig und lechzten nach weiteren Erfolgserlebnissen. 

Bei der Vorbereitung spielte sich alles wie gewohnt ab. Nach einem kurzen Warm-Up war es Zeit für unser Spiel vor dem Match. Alle Teammitglieder freuten sich spürbar auf dieses.

Die Begeisterung von unseren zahlreich erschienenen Fans war spürbar. An dieser Stelle möchten wir uns bei allen anwesenden Zuschauern recht herzlich bedanken.

Zu Beginn starteten wir verhalten in die Partie. Als die Startphase vorbei war und die Nervosität bei allen beinahe abgeschüttelt war, schoss Känerkinden leider das 1:0. Eine kurze Unsicherheit in unserer Verteidigung wurde gnadenlos ausgenutzt. Kurze Zeit später erzielte Fabian Kummer mit einem sehr sehenswerten Treffer zum Glück den verdienten Ausgleich. Das Spiel plätscherte in der Folge vor sich hin und unsere Fans bekamen nicht den gewohnten Hirsch aus Günsberg zu sehen. Wie in der letzten Saison passten wir das Tempo und die Spielweise dem gegnerischen Team an. Zur Pause lagen wir beim Schussverhältnis klar zurück.

Beim Pausentee forderten unsere Coaches, dass wir zurück zu unserem Spiel finden sowie bei den Schüssen zulegen sollen. Wir wollten unseren Fans etwas bieten und erhöhten nun das Tempo. Aus dem Gewühl heraus schoss uns L. Venturi mit 1:2 in Führung. Unser Junghirsch Fabian Henzi nahm sich ein Herz und erzielte nach einem kurzen Sololauf mit einer Augenweide von Schuss das 1:3. Känerkinden war nun gefordert. Postwendend auf unseren zwei Tore Vorsprung kam der Anschlusstreffer zum 2:3. Wir versuchten alles, doch es gelang vorerst nicht, uns mit einem weiteren Treffer näher an den beiden Punkten zu positionieren. Dominik Wyss hatte Energie und einen fast unbändigen Willen ein Tor zu erzielen. Leider wurde er durch einen gegnerischen Verteidiger gefoult, was einen Penalty verursachte. Es war nun Nervenstärke sowie Selbstvertrauen vom Penaltyschützen gefordert. Der Coach bestimmte Martin Henzi als Schützen. Es war allen Fans klar, dass es vermutlich die entscheidende Szene war. Zur Erleichterung aller verwertete er den Penalty durch seine bekannte Art und Weise sicher. In den letzten zwei Minuten ersetzte Känerkinden den Torhüter durch einen zusätzlichen Feldspieler und erzielte nach grosser Bemühung 2 Sekunden vor Schluss das 3:4. Dies war zu unserem Glück zu spät um noch den Ausgleich zu erzielen.

 

Die Torschützen für den UHCGU waren:

1x Fabian Kummer

1x Luciano Venturi

1x Fabian Henzi

1x Martin Henzi

Martin Henzi

 

Zweites Spiel - Spitzenkampf gegen die Street Panthers aus Luthern

 

Der Höhepunkte der Gruppe 7 der 5. Liga Herren steht bevor. Der Spitzenkampf zwischen den Panthers aus Luthern und den Hirschen aus Günsberg. Die Motivation und das Selbstvertrauen der Mannschaft waren nach dem ersten Spiel und Sieg mit 4 zu 3 gegen Känerkinden spürbar. Die beeindruckende Kulisse mit den anwesenden Zuschauern und Fans in der Zweienhalle Deitingen beflügelte die Mannschaft zusätzlich. Mit 10 Feldspielern und zwei Torhütern startete die Partie gegen 7 Panthers.

 

Erste Halbzeit

Die Startphase stellte in der Vergangenheit für den UHCGU als äusserst heikel heraus, nicht so heute. Die ersten drei Minuten waren geprägt vom gegenseitigen Abtasten. Die Platzhirsche standen Hinten kompakt und kombinierten stilsicher. Nach 3:25 auf der Match Uhr ging Luthern in Führung und was sich in den folgenden zwei Minuten ereignete konnte sich in der Halle niemand so richtig erklären… Nach 5:11 stand es 0:4 für die Panthers. Die Coaches mussten handeln und nahmen Ihr Timeout. Wo lagen die Gründe für die vier Tore innert kürzester Zeit? Die kaltblütigen und präzisen Schüsse des Gegners waren sicherlich nicht von schlechten Eltern. Die erzielten Tore per «Buebätrickli» wurden zu einfach kassiert, es fehlte in diesem Moment aus Sicht des UHCGU die letzte Entschlossenheit. In der Minute sechs erhöhten die Panthers auf 0:5. Was war los mit dem UHCGU? Wo war die Reaktion? Sie kam und Sie hatte einen Namen: Luciano Venturi verwandelte in der achten Minute mittels verdecktem Drehschuss nahe der Bande den ersten Treffer für die Herren vom Jurasüdfuss. Was sich in der 11 Minute ereignete war nichts für schwache Nerven. Unser Marathonhirsch Martin Henzi setze zu einem Solo an. Gestoppt wurde er an der Bande durch eine Schulter des Gegners. Seine Schutzbrille zerbrach in mehrere Teile. Mit blutendem Kopf verlies Dinu das Spielfeld. Die Wunde am Kopf musste im Spital mit zwei Stichen genäht werden. Wer in der Halle eine 5-Minutenstrafe für überhartes Einsteigen erwartete, wurde überrascht. Die fehlende Routine des Schiedsrichters verbannte den übermotivierten Panther nicht auf die verdiente Strafbank. Das einzig Positive aus dieser Situation war die Reaktion des UHCGU. Nur eine Zeigerumdrehung später verkürzt Sven Siegenthaler mit einem «Büebätrickli» zum 2:5. Es kam noch besser in der 18. Minute erzielte der Junghirsch Fäbu Henzi des 3:5. Der Hirsch machte sich auf die Verfolgung des Panthers. In der 19. Minute wurde ein Panther für eine zwei minütige Abkühlung auf die Strafbank verbannt. Dies war die Möglichkeit zum Anschlusstreffer. Im Powerplay entwischte ein Panther, welcher aus Sicht des Schiris nur durch ein Foul gestoppt werden konnte, was Sven Siegthaler ebenfalls eine Zweiminutenstrafe einbrachte. Die erste Halbzeit endete somit mit zwei gegen zwei Feldspielern, einem Rückstand von 3:5 und dem verletzungsbedingten Ausfall von Martin Henzi.

 

 

Zweite Halbzeit

Die zahlreichen Fans des UHCGU erwarteten gespannt die zweite Halbzeit und haben sich gefragt, liegt da noch was drin …

Die fünfminütige Pause und die Vorgaben der Coaches Kummer und Schwab haben das Team in die richtigen Bahnen gelenkt. Nach der Rückkehr des Panthers aus der Kühlbox in der 21. Minute erzielte Francesco Venturi in Unterzahl (!!!) auf Zuspiel von Luciano Venturi den Anschlusstreffen zum 4:5. Die Gebrüder Venturis spielten die Herren aus Luthern schwindlig. Der Panther wusste nicht wie ihm geschah: Vom 0:5 zum 4:5,WOW!!!   

Der UHCGU bewies eine unglaubliche Moral und das Momentum schien nun definitiv auf der Seite des Heimteams. Doch der Panther wusste sich zu wehren und reagierte mit zwei Toren innerhalb von zwei Minuten und so stand es nach 24. Minuten 4:7. Die Herren vom Unterleberberg gaben nicht auf und fighteten weiter. Mit dem Wissen, das der Gegner mit nur sechs Feldspielern agiert und den nachlassenden Kräften erzielte Francesco Venturi in der 26. Minute den fünften Treffer. In der 28. Minute stand die Verteidigung der Herren aus Günsberg nicht wie gewünscht und der Panther legte mit 5:8 vor. Zwei Zeigerumdrehungen später verkürzte Luciano Venturi zum 6:8. Die Antwort in der gleichen Minute mittels Weitschuss durch die Panthers drückte auf die Stimmung der Zuschauer und Fans. Somit stand es nach 30 Minuten 6:9. Die letzten zehn Minuten stehen an und der UHCGU verliert in der eigenen Zone in der 31. Minute den Ball. Konsequenz ist das 6:10 für die Herren aus Luthern mittels Drehschuss. Nun erkennt man auch beim UHCGU die nachlassenden Energiereserven. In der gleichen Minute ziehen die Panthers mit 6:11 davon. Wer kann in einer solchen Situation das Steuer in die Hand nehmen und geht mit Einsatz voran, natürlich Luciano Venturi! In der 34. Minute erzielt er mittels Solo das 7:11. Es keimt die letzte Hoffnung und der UHCGU muss sein Spielsystem offensiver gestalten, was zu Kontermöglichkeiten des Gegners führt. Dieser Umstand nutzt der Panther in der letzten Spielminute zum 7:12 Schlussresultat.             

 

Fazit                

Für neutrale Zuschauer ein würdiges Spitzenspiel mit allen Fassetten, was der Kleinfeld-Unihockeysport zu bieten hat. Aus Sicht des UHCGU ein durchzogenes Fazit. Im Vordergrund steht die Kopfverletzung von Martin Henzi. Die Redaktion wünscht Martin «gueti Besserig» und hofft, dass er schnell wieder auf dem Kleinfeld steht. Die nicht erklärbaren zwei schwachen Minuten der ersten Halbzeit und der 0:5 Rückstand waren Rückblickend betrachtet eine zu grosse Hypothek für den Rest des Spiels. Es wäre zu einfach die Gründe bei überforderten Schiedsrichter zu suchen. Der UHCGU hatte es selbst in der Hand bzw. auf der Schaufel. Positiv hervorzuheben ist die Moral, welche die ganze Mannschaft nach dem Ausfall von Dinu Henzi gezeigt hat. «Man of the match» ist Luciano Venturi, welcher in den wichtigen Momenten, das Richtige tat und seine Mitspieler mustergültig anspielte oder selbst den Abschluss suchte.

Von vier möglichen Punkten erspielte sich der Hirsch aus Günsberg in Deitingen zwei. Im Vergleich zu den vorgängigen Spieltagen (Drei und Vier Punkte) eine kleine Enttäuschung. Vielen Dank den zahlreichen Fans, welche in der Zweienhalle die Mannschaft an der Heimrunde unterstützt, angetrieben und motiviert haben.

 

Am Sonntag 3. Dezember 2017 kann in Derendingen beweisen werden, dass es sich bei der Niederlage gegen die Panthers um einen Ausrutscher gehandelt hat und eine Reaktion zeigen. 

 

Die Torschützen für den UHCGU waren:

3x Luciano Venturi

2x Francesco Venturi

1x Fabian Henzi

1x Sven Siegenthaler


Adrian Krähenbühl

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